Dei Aktionswägen der Tour der Armut des VdK NRW im Landschaftspark Nord.

Tour der Armut

VdK NRW machte im Ruhrgebiet auf die soziale Schieflage in der Region aufmerksam

Von Düsseldorf über Duisburg und Essen bis nach Gelsenkirchen und Dortmund: Mit seiner „Tour der Armut“ entlang der Autobahn A40 hat der VdK Nordrhein-Westfalen, Mitgliedsorganisation im Paritätischen NRW, darauf aufmerksam gemacht, dass diese nicht umsonst als Armutsäquator gilt. „Während in den nördlichen Städten und Stadtteilen die meisten Hartz-IV-Empfänger*innen und Migrant*innen leben, können sich die horrenden Mieten im Süden nur wenige Wohlhabende leisten“, erklärte der VdK-Landesvorsitzende Horst Vöge.

Im Ruhrgebiet ist jede*r Sechste auf Leistungen der Grundsicherung angewiesen

Die öffentlichkeitswirksame Aktion fand im Rahmen der Kampagne „Sozialer Aufschwung JETZT!“ statt, mit der der VdK für seine Forderungen zur Bundestagswahl wirbt. „Bei der Armutsquote gehört NRW beispielsweise schon seit Jahren zu den traurigen Spitzenreitern und stand mit 18,5 Prozent zuletzt um 2,6 Prozentpunkte schlechter da als der Länderdurchschnitt. Zudem ist hier rund jeder Zehnte auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II angewiesen – im Ruhrgebiet sogar mindestens jeder Sechste. Durch die Corona-Pandemie hat sich die soziale Schieflage nun abermals verschärft,“ machte die Präsidentin des VdK Deutschland, Verena Bentele, deutlich, die die Aktion begleitete.

Ins Gespräch kommen

Sie und Vöge setzen sich unter anderem für die Wiedereinführung der Vermögensabgabe, eine Finanztransaktions- und eine Digitalsteuer ein. „Nur so können wir die finanziellen Lasten der Krise gerecht verteilen“, betonte Vöge. „Darüber hinaus entscheidet sich aber auch vor Ort, in den Kommunen und Kreisen, wie die Menschen leben“, ergänzte Thomas Zander, Geschäftsführer des VdK Nordrhein-Westfalen. „Daher wollen wir die Chance nutzen, uns auf den Stationen unserer Tour sowohl mit den politisch Verantwortlichen über unsere Forderungen auszutauschen, als auch mit den dortigen Bürger*innen ins Gespräch zu kommen.“

 

 

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